Warum ist es sinnvoll, sich gegen Wordpress zu entscheiden.

Artikel vom 19. Januar 2021 von Marcel Hoenerbach (Lesezeit 8 Minuten)

Definition Content Management System.

Starten wir doch einfach einmal kurz mit der Frage, was ein Content Management System überhaupt ist. Ein Content Management System, kurz CMS ist ein System mit dem sich unterschiedlichste Inhalte einer Website erstellen und bearbeiten lassen. Die meisten Content Management Systeme haben eine grafische Administrationsoberfläche. Hier kann sich der Nutzer über einen Zugang mit individuellen Berechtigungen einloggen und in Abhängigkeit seiner Berechtigungen, Inhalte seiner Website ohne Programmierkenntnisse erstellen und bearbeiten.

Welche Entscheidungskriterien sind wirklich relevant?

Hier kommen wir eigentlich auch schon zum Punkt, denn dem Nutzer, der deine Website besucht, kann es schlussendlich recht egal sein, mit welchem Content Management System die Website umgesetzt wurde.

Stellen wir uns also im ersten Schritt einmal die Frage, welche Entscheidungskriterien bei der Auswahl eines geeigneten Content Management Systems wirklich relevant sind.

Ein Content Management System stellt sicher, dass alle visuellen und technischen Anforderungen erfüllt werden, obwohl der Anwender, sprich der Nutzer, der aktiv mit dem System arbeitet, sehr flexibel in der Nutzung unterschiedlicher Module und Elemente ist.

Diese Flexibilität ist wichtig, da z.B. der Aufbau einer Landingpage, je nach Suchintension, sehr unterschiedlich ausfallen kann. Dabei müssen aber eben die visuellen und technischen Anforderungen erhalten bleiben. Und genau dafür sorgt ein flexibles und modulares Content Management System.

Übersetzen wir das ganze mal: es geht schlussendlich darum, dass deine Website auf allen unterschiedlichen Endgeräten und in allen unterschiedlichen Browsern ohne Einschränkung funktioniert und für den Nutzer bedienbar ist.

Zudem sollte ein Content Management System mit den Anforderungen wachsen. Zum einen sollte der Einstieg bedingt durch das Content Management System nicht unnötig komplex sein, mit steigenden Anforderungen muss aber eben sichergestellt sein, dass das System nicht an technologische Hürden stößt. Trotz stetig steigender Zugriffe und stetig wachsendem Content, muss das System also performant bleiben.

Eben so kann es sinnvoll sein, das Content Management System im Rahmen einer Marketing Automation oder einer Prozess Digitalisierung an andere Systeme anzubinden. Auch hier sollte es keine technologischen Hürden geben.

Die nachhaltige Auswahl eines geeigneten Content Management Systems, ist also maßgeblich entscheidend dafür, ob man kurz-, mittel-, oder langfristig mit technologischen Hürden konfrontiert wird, oder eben nicht.

Das war schon einmal eine Menge Input, fassen wir nochmal kurz zusammen, welche Entscheidungskriterien bei der Auswahl eines geeigneten Content Management Systems also wirklich relevant sind:

  • alle visuellen und technischen Anforderungen müssen erfüllt werden
  • du solltest im Rahmen der operativen Arbeit mit dem System flexibel sein und bleiben
  • und das System sollte mit den Anforderungen wachsen

Um das nochmal auf einen einzigen Punkt zu reduzieren: Ein geeignetes Content Management System darf dich und die Nutzer deiner Website zu keinem Zeitpunkt mit technologischen Hürden konfrontieren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Warum hat Wordpress aber dennoch einen derart hohen Marktanteil?

Diesen Anforderungen werden einige Content Management Systeme gerecht, daher würde ich jetzt auch nicht sagen, dass es das eine, sozusagen beste Content Management System gibt. Wordpress wird diesen Anforderungen allerdings in keinem Fall gerecht.

Insbesondere wenn es darum geht, dass das System mit den Anforderungen wachsen sollte, stößt man früher oder später, zwangsläufig mit Wordpress an seine Grenzen.

Warum hat Wordpress aber dennoch einen derart hohen Marktanteil?

Auch die Frage ist recht einfach zu beantworten, denn die Hürde, eine auf den ersten Blick adäquate Website mit Wordpress zu bauen, ist eben sehr gering. Zum einen ist die initiale Installation recht einfach, zum anderen gibt es unzählige, fertige Vorlagen, die für sehr kleines Geld zu kaufen sind.

Und jetzt kommen wir zu einem erheblichen Problem, was genau damit einhergeht. Die Hürde ist eben auch für Agenturen sehr klein, dem Kunden eine auf den ersten Blick adäquate Website zu bauen, ohne überhaupt über die eigentlich erforderliche technologische Kompetenz zu verfügen.

Was hat das zur Folge? Das Problem vieler Seiten die mit Wordpress, vielleicht auch erst auf den zweiten Blick nicht so funktionieren wie sie sollten, liegt nicht unbedingt an Wordpress selbst, sondern an der umsetzenden Agentur, der schlicht und ergreifend die technische Kompetenz fehlt.

Bitte jetzt auch nicht falsch verstehen, ich bin absolut kein Freund davon, über andere Unternehmen schlecht zu reden, ganz im Gegenteil. Das Problem ist aber nunmal, dass die Hürde, eine Website mit Wordpress umzusetzen sehr gering ist, respektive es sehr viele, leider auch ungeeignete Unternehmen am Markt gibt.

Was kann schon falsch an einem System sein, mit dem mit Abstand größten Marktanteil. Hinter diesem Verkaufsargument steht eben nur leider ein falsches Motiv. Es geht nämlich in dem oben beschriebenen Szenario nicht in erster Linie um den Nutzen und die richtige Wahl für den Kunden, sondern um die Machbarkeit und Umsetzbarkeit für das umsetzende Unternehmen.

Ja und jetzt könnte man meinen, dass Wordpress an sich gar nicht das Problem ist, sondern die fehlende Kompetenz dieser Unternehmen. Leider ist das aber eben nur ein Teil der Problematik.

Was ist also die Lösung?

Wir haben die wirklich relevanten Entscheidungskriterien bei der Auswahl eines geeigneten Content Management Systems ja bereits auf den folgenden Punkt reduziert: ein geeignetes Content Management System darf dich und die Nutzer deiner Website zu keinem Zeitpunkt mit technologischen Hürden konfrontieren.

Und genau dieser Anforderungen kommt Wordpress eben nicht oder nur ein Teilen nach. Das Ende der Nutzbarkeit von Wordpress liegt in der Regel in der Inkompatibilität der unterschiedlichen Erweiterungen. Und da Wordpress nach wie vor ein Blog System und kein vollwertiges Content Management System ist, benötigt man schon für recht rudimentäre Funktionalitäten diverse Erweiterungen, die untereinander zum Teil einfach nicht kompatibel sind.

Und hier sprechen wir noch lange nicht von den zahlreichen Problematiken, die im Kontext des digitalen Marketings mit Wordpress einhergehen, der Problematik die mit der Nutzung günstiger Design Vorlagen und Templates einhergehen, oder den immer wieder auftauchenden Sicherheitslücken, sondern wirklich nur von absoluten Grundfunktionalitäten, wie z.B. der Mehrsprachigkeit.

Und jetzt wechseln wir mal die Perspektive. Die einzige Aufgabe eines Content Management Systems ist es, den Nutzer deiner Website zu keinem Zeitpunkt mit technologischen Hürden zu konfrontieren. Weder den Nutzer der dafür verantwortlich ist, deine Website mit einem Content Management System zu verwalten, noch den Nutzer, der sich im Frontend mit den Inhalten deiner Website auseinandersetzen möchte.

Und hier kommen tatsächlich unterschiedliche Content Management Systeme in Frage, die diesem Kriterium wunderbar gerecht werden. Fakt ist aber auch, dass das Content Management System darüberhinaus kaum einen Beitrag zu dem Erfolg einer Website leistet. Denn in Wahrheit sind hier völlig andere Kriterien tatsächlich viel viel relevanter.

Dazu dann aber mehr in einem folgenden Artikel. :)

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